WER
oder WIE alles begann
Ein sonnenverwöhnter Junitag im Frühsommer des Jahres
1958 wurde durch meine Geburt zu einem vor allem für mich denkwürdigen
Tag. Als Erstgeborener einer Kaufmanns-Familie betrat ich im Sternzeichen
des wandlungsfähigen Zwillings gemeinsam mit meinen Eltern das an
Tretminen, Fallgruben und Monster-Riesen-Fettnäpfen reich bestückte
Neuland ordentlicher Kindererziehung. Es dauerte eine ganze Weile,
bis aus genetisch vorgegebener Motorik echtes Leben erwuchs, bis ich
durfte, was ich unbedingt wollte, doch vor allem bis ich wusste, was
ich auf diesem Planeten sollte. Und noch länger dauerte es, bis
die Welt um mich herum begriff, dass sie von nun an stets mit mir
zu rechnen hatte.
Wie
es weiterging
Neben obligatorischem Abitur, Banklehre, Wirtschaftstudium
und nervenzehrendem Beruf als Unternehmensberater beschenkte mich
das prallvolle Leben immer wieder mit diesen wertvollen Gelegenheiten,
mittels Kamera und Notebook meiner eigentlichen Passion zu folgen
- der fotografierenden Berichterstattung, der bebilderten Geschichten-Erzählerei,
dem Journalismus in Wort+Bild - meinem Lebenstraum seit Kindesbeinen.
Kleine Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Magazinen gaben
mir den notwendigen Mut, zeigten mir ein gänzlich neues Leben
fernab von Bilanzschlüsseln und Risikominimierung-Strategien.
Ein von den Eltern geerbter stets wacher Geist in Kombination mit
einer geradezu unstillbaren Neugierde auf des Lebens unendliche Facetten
entfernten mich mehr und mehr von dieser so trügerische Sicherheit
vorgauckelnden, ja beinahe schon authistischen Welt eines "angesehenen"
Bankers, sie trieben mich in die wohl zeitlebens vorbestimmte Richtung.
Irgendwann musste es so kommen - liebe Eltern!
Die Wende
Doch erst einer dieser feuchtgrauen Herbsttage am Ende eines jener
damals noch richtigen Caro-Landkaffee-Sommer brachte die Entscheidung.
Die Abendstunden kühlten bereits merklich ab, das Laub der prachtvollen
bajuwarischen Kastanien in den Biergärten der schönsten Stadt Süddeutschlands
begann sich intensiv zu färben, als inzwischen Nicht-Mehr-Ganz-So-Jung-Studti
sich zu einem beruflichen U-Turn ohne Netz, doppelten Boden respektive
"Ich-AG"-Zuschuss entschloss. Und während ich aus meiner
Passion ein neues Leben zimmerte, mich um eine intensive Aus- und
Weiterbildung kümmerte und mit Unmengen an Herzblut, Nervenkitzel,
schlaflosen Nächten und atemraubenden Tagen meine neue Vollexistenz
als Journalist in Wort + Bild aufbaute, stürzte sich fast unbemerkt
das deutsche Bankgewerbe meiner nun endgültig verlustig in seine
größte Nachkriegskrise... ;-)
Und heute - das Team
Neben der besten Gefährtin
meines Lebens stehen mir in ihrer Anzahl überschaubare, dafür
aber echte Freunde in allen Bereichen des Lebens zur Seite. Und zahllose
alte sowie neue Kontakte in die Branche und die Wirtschaft bilden
das perfekte Netzwerk nützlichen Wissens für einen rundherum
erfolgreichen Job.
Einen Job, der von Beginn an viel mehr einer Berufung, denn einem
Beruf glich, einer Herausforderung, sich tagtäglich aufs Neue
dem Leben zu stellen und über es zu berichten. Im Großen,
wie im Kleinen, im Lauten, wie im Stillen...